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Kultureinsparungen retten keinen Etat
 
vom: 02.12.09
Kategorie: Stadtverband
Von: Udo Pieper
 
Im Jahre 2008 betrugen die freiwilligen Ausgaben der Stadt Moers 9.030.826 Euro. Davon entfiel die Summe von 5.701.715 Euro auf das Schlosstheater Moers und Jugendtheater, die Musikschule, das Grafschafter Museum, das Moers Festival und Nimm, das Parkfest, das Comedy Arts Festival und die Bücherei. In diesem Bereich Kultur fordert Bürgermeister Ballhaus nun Einsparungen.
 
 

„ Die Kultur ist die Schwester der Demokratie. Verschiedene Meinungen ringen friedlich in der Demokratie um Mehrheiten. In der Kultur ringen verschiedene Kulturdarstellungen um die Gunst des Publikums. Wenn wir nun in Moers die Kultur zurückdrängen, verlieren wir auch ein Stück Demokratie“ meint das Kulturausschussmitglied Udo Pieper.  Bekanntlich hat auch die Kooperation von SPD, FDP und Grünen/Bündnis 90 vereinbart, die soziale und kulturelle Infrastruktur in Moers zu bewahren. Einsparungen sind in den letzten Jahren von den Eigenbetrieben Kultur und Museum und Moers GmbH bereits vorgenommen worden. Weitere Einsparungen sind mit einer Kürzung der Veranstaltungsdauer zu erreichen. Der FDP Stadtverband kann sich allenfalls die Streichung eines Veranstaltungstages bei Moers Festival  vorstellen, wenn genaue Berechnungen zu dem Schluss kommen, dass das jährliche viertägige Moers Festival zu teuer ist und Einsparungen an dieser Stelle unabdingbar sind. Der FDP Stadtverband ist der Meinung, dass ein Moers Festival, welches nur alle zwei Jahre stattfindet, den Einstieg in den kompletten Moers Festivalausstieg darstellen würde. Eine Verschiebung des Beginns von Freitag auf Samstag oder aber das Ausklingen am Pfingstsonntag, an dem abends ohnehin viele Gäste abreisen, wäre für die Liberalen nicht wünschenswert, aber eher akzeptabel.  Als die FDP im März 2008 Gedanken zur Einsparungen im Kulturbereich äußerte, wurde sie von Carmen Weist aus den Reihen der SPD, von den Freunden des Schlosstheaters, vom Aussichtrat des Theaters und von dessen Betriebsrat kräftig kritisiert. „Wo bleibt heute die Empörung dieser Kreise, wenn der Bürgermeister die Kultur in Moers zurückstutzen will? „ fragen sich die Liberalen. Der FDP Stadtverbandsvorsitzende Dino Maas erinnert an das Gutachten des Städte- und Gemeindeverbandes, in dem von einer Überzahl von Bediensteten im Rathaus die Rede war. „ In welcher Höhe hat der Bürgermeister seine Personalkosten im Rathaus reduziert?“ fragt Dino Maas und fährt fort“ Wann macht der Bürgermeister seine Hausaufgaben, bevor er mit Fingern auf die Politik zeigt und sie zum Handeln auffordert“. Der Kulturdiskussion  in Moers wird sich die FDP nicht verweigern.                             

 


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